Der Staat muss her — oder wie der #ksta #Populismus fördert

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In einem Beitrag des Kölner Stadt-Anzeigers wird ein Bürger aus Kalk zitiert:

Ich wende mich mit der Bitte an Sie, mich zu informieren, welche Maßnahmen die Stadt in dem Bereich umsetzt, um eine weitere Verschärfung der Situation zu verhindern.

Er mokiert sich über Menschen mit Migrationshintergrund im Park, teilweise sogar vollverschleiert. Er stört sich an Spritzen im Park, die Drogenkranke hinterlssen haben. Er möchte keine obdachlosen Nutzer des Parks, zumindest nicht über längere Zeit.

Dass er keine Migranten mag, ist sein persönliches Problem. Dass er keine Vollverschleierung mag, es ebenfalls seine Sache. Wenn er es aber öffentlich macht, wird es zum Politikum. Seine Äußerungen gehören zum Grundprogramm der Identitäten Bewegung, Pegida, AFD usw. Muss der Kölner Stadt-Anzeiger so etwas bedienen?

Wie auch immer, er bedient weiter. Statt auf die Klage über Spritzen im Park zu hinterfragen, ob der nach der Obrigkeit rufende Bürger denn jemals so etwas wie Drogenkonsumräume gefördert oder auch nur gefordert hatte (die Antwort kann man sich denken), ruft auch die Zeitung nach der Obrigkeit in Form von Polizei, Ordnungsamt und der KVB¹.

Die Frage, inwiefern sich der Herr jemals um Obdachlose gekümmert hat, ist an sich müßig. Menschenwürdige Unterkünfte, Betreuung usw. sind ja Sache des Staates, wobei es nichts kosten darf und nicht in der Nähe des Anwohners sein darf.

Es klingt ein wenig nach dem Ehrenwerten Haus, welches Udo Jürgens einst besang.

———
¹ Die KVB als ordnungsamtähnliches Gebilde entspringt sicher nicht der Vorstellungswelt des Verfassers.

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Bild: Spitzweg

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